Richtig wünschen, aber wie? V Konsequenz – Ökocheck

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Liebe Erfolgwünschende,

hier nun wie versprochen die Fortsetzung zum Thema „Konsequenzen“. Das, dessen wir uns gewahr werden dürfen, sind die Konsequenzen eines erfüllten Wunsches. Denn nicht selten ist es genau die befürchtete Konsequenz, die uns davon abhält, erfolgreich zu sein und dass unser Wunsch in Erfüllung geht.

Kleines Beispiel gefällig? Eine junge, im Job sehr erfolgreiche Frau wünscht sich nichts sehnlicher, als eine glückliche Partnerschaft. Nur irgendwie will diese nicht in ihr Leben treten. Einer der Gründe könnte sein, dass sehr vieles von dem, was sie bewusst oder unterbewusst tut, sie genau davon abhält. Aus Angst. Aus Angst wovor? Vor der Konsequenz. Denn eine Konsequenz könnte ja zum Beispiel sein, dass Sie schwanger wird. Egal, ob sie dies beabsichtigte oder auch nicht. Alleine die Vorstellung, schwanger werden zu können, lässt sie in einer Weise agieren, die alle potentiellen Partner nach nur kurzer Zeit wieder aus ihrem Leben kegelt.

Das Perfide dabei: die Konsequenzen müssen uns hierbei nicht unbedingt bewusst sein. Es reicht eine leichte Konditionierung z.B. durch unsere Umwelt oder Erziehung aus, um genau diese Konsequenz zu erahnen und zu fürchten. Wie sagte Jens Corssen so schön: Der Mensch ist „Schnäppchenjäger für geringere Übel“ und „Lieber bekanntes Leid als unbekanntes Glück“. Diese unausgesprochenen Befürchtungen und Kompromisse können uns recht wirkungsvoll vom Erfolg abhalten.

Weitere Befürchtungen könnten sein:
– weniger Freunde unter den Kollegen, wenn ich erfolgreich bin und Vorgesetzter werde,
– Missbilligung durch Eltern, wenn ich erfolgreicher als sie bin,
– Ausschluss von Freundeskreisen, wenn ich auf einmal deutlich mehr verdiene als sie,
– Verlust der besten Freundin (Single), wenn ich kein Single mehr bin,
– Meine Kumpels gehen nicht mehr mit mir aus, weil ich jetzt ein Vater bin,
– mein Erfolg in einem ganz anderem Fachgebiet als dem von mir studierten Bereich lässt mich kritisch hinterfragen, ob die Entscheidung, Betriebswirtschaft zu studieren, tatsächlich so schlau war,
– …..

Ihr seht, da gibt es einige Gründe, die dagegen sprechen, erfolgreich zu sein. Ausgesprochen oder unausgesprochen. Wie kommen wir nun raus aus dem Dilemma, erfolgreich sein zu wollen, Ziele zu erreichen und gleichzeitig Liebgewonnenes nicht zu verlieren? Zum Glück handelt es sich hier um eine Angst. Angst vor etwas, was in der Zukunft im Falle des Erfolges eintreten könnte. Das schöne an Ängsten ist, meist sind sie nicht im mindesten gerechtfertigt und entspringen einer Konditionierung, die gerne hinterfragt werden darf. Die erste Frage darf also sein, ob das, was da im Falle des Erfolges eintreten könnte, tatsächlich etwas ist, vor dem wir Angst haben sollten.

Noch viel wichtiger ist im ersten Schritt, ganz konkret nach dem zu fragen, was es denn bedeuten würde, den Erfolg zu erreichen. Sehr oft ist es nämlich so, dass das, was wir befürchten, gar keine zwangsläufige Folge des Erfolges sein muss. Eine Partnerschaft ohne Kinder ist genau so möglich wie Freunde, die sich mit uns über unseren Erfolg freuen statt ihn uns zu missgönnen.

Was also sind die vermuteten und die tatsächlichen Konsequenzen unseres Erfolges? Was befürchten wir, wird zusätzlich zum erhofften Erfolg noch eintreten. Ist es tatsächlich wahrscheinlich, dass dies eintritt? Falls ja, sind wir damit einverstanden, dass dann auch dies Teil unseres Lebens ist?

Erst dann, wenn wir die letzte Frage mit einem überzeugten „Ja“ beantworten können, sind wir bereit für den Erfolg. In jedem Moment davor sollten wir uns über erfolgloses Wünschen nicht wundern und statt dessen in uns gehen und nach den befürchteten Konsequenzen forschen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch Klarheit in der Konsequenz und Erfolg bei der Zielformulierung und -erreichung.

Beste Grüße
Marcel

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