Dranbleiben – Die Macht der Submodalitäten

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Liebe Dranbleiber,

um Ziele zu erreichen, sind vor allem drei Dinge notwendig: Ziel formulieren, Loslegen und Dranbleiben. Für das richtige Formulieren von Zielen sind schon einige Beiträge erschienen. Das Loslegen hat programmatisch am 01.02. begonnen. Für diese beiden wichtigen Aspekte ist also gesorgt. Wie steht es nun aber um das Dranbleiben, damit das Ziel tatsächlich auch erreicht wird?

Über das Dranbleiben, Überwinden des inneren Schweinehundes und Disziplin ist ja viel zu lesen. Wenn die Botschaft heißt, die Zähne zusammen zu beißen und durchzuhalten, dann nehme ich eine gänzlich andere Position ein: „Wenn es schwer geht, ist dies nur ein Zeichen dafür, dass es auch einfacher geht.“ Oder noch radikaler: „Entweder es geht einfach, oder es geht einfach (so) nicht.“ Zielführend ist dann die Antwort auf die Frage, wie es denn dann gehen soll, wenn „so“ heißt: mit Blut, Schweiß und Tränen.

Die Antwort ist einfach und klingt im ersten Moment vielleicht paradox:

1. Hände weg vom Prozess und Fokus auf das Ziel

Wie das Ziel aussieht, haben wir formuliert. Ebenso, wie mögliche Schritte dorthin aussehen könnten. Das ist vollkommen ausreichend, wenn wir uns nicht selbst auf dem Weg zum Ziel sabotieren könnten. Wir uns selbst sabotieren?! Wie soll denn das gehen? Ganz einfach. Indem wir uns immer und immer wieder den Prozess vorstellen und hierbei vor allem die Schwierigkeiten und vermeintlichen Unwegbarkeiten betrachten. Das führt zu nichts anderem als zu dem, was wir befürchten. So gerät der Prozess ins Stocken und wir nicht ans Ziel.

Daher: Hände weg vom Prozess. Sind die einzelnen Schritte formuliert und geplant, reicht es aus, diese frohen Mutes und mit Lust am Gelingen anzugehen. Hier wirkt die Magie des inspirierten Handelns. Haben wir unser Ziel klar, werden wir den Weg dorthin finden. Dem Gehenden legt sich der Weg unter die Füße.

Das, was wir intensivst vor Augen haben dürfen, ist das Ziel. Und zwar den Moment, wie es ist, wenn wir das Ziel erreicht haben und wie es sich anfühlt. Dieser Moment, in dem das wahr wurde, was wir uns so sehnlichst wünschten. Dieses ausgerichtet sein auf das Ziel gibt uns die Motivation, das zu tun, was notwendig ist. Und bei allem, was wir tun, darf eines im Vordergrund stehen: es darf leicht sein. Wenn wir es uns als schwierig vorstellen gehen wir einen Schritt zurück und beginnen erst dann, wenn wir es uns auch leicht vorgestellt haben. Dann ist auch die Chance am größten, das es genau so wird. Denn es ist weder leicht noch schwer. Es ist das, als das wir es uns vorstellen.

2. Nutze die Macht der Submodalitäten. 

Wir haben schon viele Ziele erreicht und an sehr vielen Dingen sind wir drangeblieben. Dies ist ein unendlich großer Schatz. Denn so wissen wir bereits, wie wir uns etwas vorstellen sollten, um es zu erreichen oder um dranzubleiben.

Ein Ziel zu erreichen setzt voraus, dass wir davon ausgehen, es zu erreichen. Wir tun Dinge, von denen wir vorher  überzeugt waren, dass wir sie tun werden. Wir sind sicher, dass wir es tun werden oder das es passieren wird. Das können wir uns zu nutze machen.

Kleines Beispiel: Wir putzen uns morgens die Zähne. Das wissen wir auch schon am Abend vorher und wir sind uns am Abend zuvor sehr sicher darin, dass es genau so passieren wird. Kleine Übung: Abends im Bett überprüfen, in welchen Submodalitäten wir uns vorstellen, am nächsten Morgen die Zähne zu putzen. Wo ist das Bild? Links oben, rechts oben, mittig, ….? Ist es groß oder eher klein? Farbe oder Schwarz/Weiß? Bewegt oder Standbild? Sehen wir das Bild aus dem Augen von dem, der sich da gerade die Zähne putzt oder betrachten wir uns in dieser Situation von außen? Riechen wir etwas, und wenn ja, was? Gibt es da Geräusche? Schmecken wir etwas? Wenn ja, was ist es? Und ganz wichtig: Welches Gefühl haben wir während dessen, dass wir uns etwas vorstellen, von dem wir sicher wissen, dass es eintreten wird?

Hilfreich ist, diese Submodalitäten zu notieren. Und jetzt stellen wir uns unser Ziel vor und achten auf die Submodalitäten in der gleichen wie oben beschriebenen Weise. Sehr wahrscheinlich wird es hier Unterschiede geben. Und genau diese sind der Schlüssel zur Zielerreichung. Indem wir die Submodalitäten in der Vorstellung der Erreichung des Zieles so verändern, dass diese der Vorstellung des Zähneputzens entsprechen, machen wir aus einer Fiktion ein erreichbares Ziel.

War das Ziel des Zähneputzens ganz groß, mittig, in Farbe und bewegt und das Bild unseres Zieles rechts unten, Schwarz/Weiß, klein und ein Standbild, dann dürfen wir genau diese Submodalitäten so verändern, dass es in die Mitte rückt, größer wird, Farbe und Bewegung ins Spiel kommen. Genau so mit Geruch, Geschmack und Gefühl vorgegangen ist die beste Unterstützung für unser Ziel.

Dranzubleiben und Ziele zu erreichen ist auch „nur“ ein Verhalten. Und genau so wie wir das Zähneputzen planen, können wir auch das Dranbleiben und das Erreichen von Zielen planen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch gutes Gelingen im Verändern der Submodalitäten und im Fokussieren des Zieles.

Beste Grüße
Marcel

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