Das Februar-Experiment – Bereichere Dein Leben in 28 Tagen – Change für Dramaqueens – Ziele erreichen für Hartnäckige

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Liebe Selbstentwickler,

der Wechsel zum neuen Jahr steht bevor. Wie oft haben wir in unserem Leben uns an diesem magischen Zeitpunkt bereits etwas vorgenommen, und mussten dann leider nach einigen Tagen, Wochen oder Monaten feststellen, dass der gute Vorsatz genau das geblieben ist – ein guter Vorsatz?

Meine jährlich wiederkehrende Antwort auf Fragen von Freunden, was ich mir denn für das neue Jahr vorgenommen habe, lautete: Ich brauche keinen neuen Vorsätze, ich habe noch die vom letzten Jahr.

Das mag witzig sein, ist aber nicht unbedingt hilfreich. Wie nun aber aus dieser immer wiederkehrenden Spirale aus nicht umgesetzten Vorsätzen herauskommen? Da wird jeder seinen eigenen Weg haben, ob er ihn bereits gefunden hat oder auch noch nicht.

Für mich wird der Weg vermutlich einer sein, in dem ich meine Dramaqueen ausagieren, etwas Neues probieren, mich mit anderen austauschen kann und so in einer Gemeinschaft Rückenwind für mein eigenes Vorhaben erhalte. Und vielleicht brauche ich für die Veränderung ja auch einen bestimmten Rahmen und eine ausreichend große Dimension – am besten als Projekt, bei dem mein innerer Held Huldigung erfährt.

Meine Beobachtung bei mir selbst und auch bei anderen ist: Ich tue vieles, was mir nicht gut tut und zu wenig von dem, was mir gut tuen würde. Bei beidem ist meine Einstellung: Ich könnte es tun/lassen, es fiele mir leicht, ich tue/lasse es aber nicht. Fragt sich nur noch, warum? Schaue ich mir dagegen all das an, was ich tue/lasse, bewerte ich dies größer, und manchmal auch größer, als es ist. Daher mein Ansatz: Finde ein Format, in dem das, was ich tuen/lassen möchte, die Dimension hat, die es mir würdig genug erscheinen lässt, ins Handeln zu kommen.

Hierzu noch eine kleine, diesen Grundgedanken illustrierende Geschichte:

Ein Herr Steht am Pissoir und beim Ordnen seiner Kleidung fällt ihm aus Versehen ein 5-Euro-Schein in das Pissoir. Er schaut verblüfft drein, macht aber keine Anstalten, den 5-Euro-Schein aus dem Pissoir zu fischen. Er greift nach seiner Brieftasche, holt einen 20-Euro-Schein raus und wirft diesen dem 5-Euro-Schein hinterher. Er schaut selbst recht verblüfft, macht aber keine Anstalten, das Geld aus dem Pissoir zu fischen. Schließlich wirft er den bereits im Pissoir befindlichen 25 Euro weitere 50 Euro hinterher. Als nun 75 Euro sich im Pissoir befinden, fischt er alle Scheine raus, spült sie ab und trocknet sie unter dem Warmluftgebläse. Ein weiterer Herr, der dieses rätselhafte Treiben beobachtete, sprach den Herrn an und fragte nach dem Sinn der ganzen Vorstellung. Der nun wieder an seine getrockneten 75 Euro gelangte Herr erwidert: „Für 5 Euro greife ich bestimmt nicht in ein Pissoir. Da muss schon etwas mehr drin sein. Also habe ich mir selbst genau dazu verholfen. Ich habe so viel Geld auf’s Spiel gesetzt, dass meine Motivation ausreichend hoch war.“

Ob dies so auch bei mir funktioniert, weiß ich nicht. Daher ist dies ein Experiment. Jeder von Euch ist eingeladen, dieses Experiment selbst auch zu machen. Mit einem Thema, das Euch wichtig ist. Etwas, das Ihr schon immer lassen oder tun wolltet.

Und so wird es gehen: 

Wir starten zum 01.02.2015. Beendet ist das Experiment am 28.02.2015. Hierzu werde ich ein paar Beiträge zum Thema Motivation, Ziele setzen und Dranbleiben bloggen. Viel wichtiger und wertvoller ist aber das Forum. In diesem kann jeder, der es möchte, mit Nickname oder mit richtigem Namen, sein Projekt/Thema/Vorhaben für dieses Experiment bekannt geben. Im weiteren kann dann jeder veröffentlichen, wie es ihm gerade damit geht, welche Fortschritte er macht und welche Tipps er für die anderen Experimentatoren hat. Gemeinsam zum Ziel. Das ist der Plan. In einem öffentlichen Format, damit aus Dramaqueens Heros werden.

Und nun einige Antworten auf (noch) ungestellte Fragen:

Warum Experiment?

Durch die Befristung auf 28 Tage muss keiner Angst haben, auf etwas lebenslang verzichten oder etwas lebenslang tun zu müssen. Wer will, kann sich ja am 29. Tag dazu entscheiden, das Experiment genau als solches zu bewerten und danach so weiterzumachen, wie er vor dem Experiment lebte. Die zeitliche Befristung macht den Gedanken klein, eine lebenslange Entscheidung treffen zu müssen. Die Erfahrungen während des Experimentes alleine sind es wert, das Experiment zu machen.

Und es steigert den Spaß an der Sache. Durch das Experiment erfahren wir, wozu wir in der Lage sind, zumindest versuchsweise und für eine begrenzte Zeit. Vielleicht bekommen wir nach diesem Experiment ja Lust auf mehr? Lust auf das nächste Experiment?

Warum mit Forum?

Um ein öffentliches Commitment einzugehen, um Erfahrungen anderer nutzen.

Um in schwachen Momenten sich motivieren zu können, durch den Zuspruch und Erfolg anderer und vor allem durch den bereits selbst erzielten Erfolg, der im Forum nachlesbar ist.

Gemeinsam geht’s leichter.

Um die Dramaqueen zu befriedigen und zu huldigen.

Warum nicht in einem Social Network?

Um anonym posten zu können.

Für alle, die nur mit sich selbst ein Commitment eingehen wollen, aber dennoch gerne die Vorteile einer Gruppendynamik nutzen möchten.

Warum Februar?

Weil dann die Euphorie/Enttäuschung über an Silvester gemachter Vorsätze verflogen ist, es sich um den kürzesten Monat im Jahr und damit „nur“ um 28 Tage handelt und dennoch früh genug im Jahr ist, so dass wir uns den Rest des Jahres über die erreichten Ziele freuen können.

Was hat jeder davon?

Erreichung eines konkreten Zieles.

Positive Erfahrung mit „Dranbleiben“.

Tipps und Erfahrungen von anderen.

Sich öffentlich zu seinen Zielen zu bekennen und dadurch ein höheres Maß an Selbstverpflichtung.

Genau so könnt ihr auch einfach den Blog verfolgen und die Beiträge der anderen zur Inspiration nutzen. Nichts muss, alles kann.

Welche Ziele eignen sich?

Alle, so lange sie konkret formuliert sind. Ein Blog zur wirkungsvollen Formulierung von Zielen wird folgen.

Die einzigen beiden zusätzlichen Anforderungen an die Ziele: Es sollte etwas sein, was innerhalb von 28 Tagen erreicht werden kann. Ist es zu groß, finden sich sicherlich Teilprojektziele, die innerhalb von 28 Tagen realisiert werden können. Auch sollte möglichst täglich etwas für die Zielerreichung getan werden können, so dass wir im Fluß bleiben und uns regelmäßig Feedback und Rückenwind geben können.

Was ist der nächste Schritt?

Findet heraus, welches Eurer Ziele für dieses Experiment geeignet ist. Worauf hättet Ihr Lust? Worüber würdet Ihr Euch im März freuen, es erreicht zu haben? Was würdet Ihr gerne einmal ausprobieren, um danach entscheiden zu können, ob es weiterhin Teil Eures Lebens bleiben soll?

Das kann der Anfang einer wunderbaren Veränderung sein. Legt los und formuliert dies für Euch. Veröffentlich Euer Ziel, Eure Commitments Euch selbst gegenüber im Forum. Und dann nichts wie los, ran an’s Ziel!

Allerbeste Grüße

Marcel

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